Berufserkundung in der Praxis

 

Schülerinnen und Schüler der Auerberg-Werkrealschule verbringen einen Tag voller Arbeit und Erlebnisse im Obst- und Kulturpark

Der Obst- und Kulturpark in Trennfurt war das Ziel der Schülerinnen und Schüler der Auerberg-Werkrealschule, die sich in der achten Klasse für das Wahlpflichtfach „Natur und Technik“ entschieden haben. In diesem Fach sollen die Schüler einen Einblick in Berufe aus dem gewerblich-technischen Berufsfeld gewinnen, insbesondere auch in Berufe aus dem landwirtschaftlich – gartenbaulichen Bereich. 

Was lag da näher, als an einem herrlichen Herbsttag zur Apfelernte zu fahren. Dieser Ausflug nach Bayern wurde auch dadurch motiviert, dass zunehmend Schüler aus Miltenberg und Umgebung nach Walldürn in die Schule gehen und es so die Gelegenheit gab, deren Heimat zu besichtigen. Geleitet und vorbereitet wurde der Tag von Gerald Moder, der während des ganzen Tages die interessierten Fragen der Schülerinnen und Schüler zu Äpfeln und zur Arbeit im Obstbau beantwortete.

Nach einer Einführung in die Ziele des Obst- und Kulturparks begann das Sammeln der Äpfel. Wie ein Schüler erstaunt feststellte: „Hier gibt es lauter verschiedene Äpfel und ganz andere wie im Geschäft.“ So wurde durch das Tun das Ziel des Obst- und Kulturparks deutlich, alte Apfelsorten zu erhalten, von denen über 70 im Kulturpark zu finden sind. Dass diese Äpfel auch noch sehr verschieden schmecken, konnten die Schülerinnen und Schüler während des Sammelns selbst ausprobieren.

Am Nachmittag kam die mobile Saftpresse zum Einsatz, mit der die Schülerinnen und Schüler mit großer Begeisterung Apfelsaft herstellten. Mit großem Interesse und vielen Fragen wurde der Weg vom Apfel über das Zerkleinern bis zum Apfelsaft verfolgt.  „Krass – der schmeckt viel besser als unserer zu Hause!“ stellte ein Schüler nach dem ersten Glas fest.

Gerald Moder konnte kundig die Unterschiede zur industriellen Saftherstellung erläutern. So werden im Obstpark spezielle Apfelsorten gepresst, die erst sehr spät geerntet werden. Auch werden die Äpfel nicht zerhackt, sondern in einer alten Maschine zwischen zwei Sandsteinen zerrieben. Dies und viele weitere Besonderheiten bewirken den besonderen Geschmack, der die Schüler dazu bewog, auch bei einer zweiten Pressung mit Feuereifer dabei zu sein.

Mit vielen Eindrücken, müden Händen und um einige Erfahrungen reicher traten die Schülerinnen und Schüler die Heimreise an. „Das war ein cooler Tag!“ so das Resumee.

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