Erlebnisreiche Tage in Berlin

Neuntklässler der Auerberg-Werkrealschule von Hauptstadt beeindruckt

Walldürn. 30 Schüler der 9. Klassen der Auerberg-Werkrealschule Walldürn verbrachten mit ihren Klassenlehrern M. Eck und J. Singer und in Begleitung von C. Steiert fünf aufregende, kurzweilige und kulturelle Tage in Berlin.

Herr Alois Gerig

 

 

Auf der Hinfahrt besuchte man die Gedenkstätte des Konzentrationslagers Buchenwald nahe Weimar. Das Konzentrationslager Buchenwald war von 1937 bis 1945 als Arbeitslager in Betrieb. 250 000 Menschen aus ganz Europa waren dort und in den 136 Außenlagern eingesperrt und mussten für die Rüstungsindustrie Zwangsarbeit verrichten. 56 000 dieser Gefangen überlebten die Strapazen nicht. Die Schüler waren nicht nur über die Größe der Anlage erstaunt, sondern auch über das angebliche „Von-nichts-Wissen“ der Weimarer Bevölkerung.

Am späten Nachmittag erreichte man Berlin, wo direkt neben dem Alexanderplatz in einem auf Jugendliche ausgelegten Hotel Quartier bezogen wurde. Beim ersten Gang Richtung Brandenburger Tor schnupperte man zum ersten Mal Hauptstadtluft und war sichtlich beeindruckt.

Der nächste Tag begann mit einem Stadtrundgang, bei dem zahlreiche Sehenswürdigkeiten Berlins, wie der Fernsehturm, Checkpoint Charlie, das Nikolaiviertel, der Gendarmenmarkt und weitere Stationen das Ziel waren. Die einzelnen Stationen wurden von den Schülern vorgestellt, da sie sich schon im Vorfeld mit diesen Sehenswürdigkeiten beschäftigt hatten. Am Nachmittag stand der Besuch der Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen auf dem Programm. Zwei Gruppenführungen gaben spannende aber auch abstoßende Einblicke in das Gefängnis der Staatssicherheit der DDR. Das Bespitzelungssystem der DDR ist in diesen Mauern, welche zum größten Teil noch im Originalzustand sind, immer noch zu spüren. Am dritten Tag der Studienfahrt hatten die Schüler zunächst etwas Zeit zum Shoppen, ehe man am Nachmittag ein interessantes Gespräch mit unserem Bundestagsabgeordneten Herrn Alois Gerig im Paul–Löbe-Haus führte. Er gab einen Einblick in seine Arbeit im Bundestag und beantwortete die zahlreichen Fragen der Schüler sehr genau und auch für Jugendliche sehr verständlich. Anschließend konnten die Neuntklässler die Reichstagskuppel besichtigen und einen Vortrag im Plenarsaal des Deutschen Bundestages verfolgen. Nach so viel Politik war am Abend ab 20 Uhr Tanzen in der Discothek „Matrix“ angesagt.

Der Donnerstag begann mit einer Fahrt nach Potsdam und dem Besuch des Schlosses „Sanssouci“. Ein Spaziergang durch die weitläufige Parkanlage hin zur letzten Ruhestätte Friedrich II. war für die Gruppe sichtlich beeindruckend. Das „Holländische Viertel“ in Potsdam rundete diesen Tagesausflug ab. Zurück in Berlin stand nun als abschließender Tagespunkt ein Rundgang durch das „Neue Museum“, mit dem Ägyptischen Museum und der weltberühmten Büste der Nofretete, auf dem Programm. Den Abend ließ man in und um das Sony-Center am Potsdamer Platz ausklingen.

Mit vielen neuen, aufregenden und nachhaltigen Eindrücken im Gepäck verließ man Berlin am Freitagmorgen und machte sich auf die Reise zurück in den Odenwald, wo alle wohlbehalten gegen Abend ankam und sich nur noch auf die Osterferien zu freuen brauchte, die bereits angefangen hatten, bis die Abschlussprüfungen die Schüler und Lehrer wieder einholen werden.

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